Heute findet er erst zum sechsten Mal statt: der Europäische Tag der Logopädie. Schon überraschend, würde man doch denken, dass gerade diese Berufsgruppe schon früher ihre Stimme erhoben hätte, um für die eigene Sache zu werben.
Motto des diesjährigen Tages:
Die Stimme
Strapaziert und unterschätzt
Damit geht
der Verband in seiner Kommunikation doch eher neue Wege. In den letzten beiden Jahren hatten die Motti jeweils Sprach- und Sprechstörungen nach Hirnschädigungen bzw. deren logopädische Therapie zum Thema (2008: Wenn Kinder nicht mehr sprechen können; 2009: Vom Suchen und Finden).
Das Thema diesen Jahres ist auch sehr spannend, wenn man sich einmal ein paar Fakten übers Sprechen vor Augen führt:
- Die Stimme wird von den meisten Menschen von der ersten Sekunde des Erdendaseins benutzt.
- Er liegt bei fast allen Babys ungefähr auf der Höhe des Kammertons a.
- Durch das Schwingen der Stimmlippen entstehen Töne. Deren schwingender Anteil ist bei Männern nur 13-16 mm, bei Frauen sogar nur 11-13 mm lang. Über 10 Kehlkopfmuskeln sorgen dafür, dass die Stimmlippen in die richtige Position kommen.
- Übrigens haben auch Frauen einen Stimmbruch. Da die Stimmlippen bei Männern aber rund einen Znetimter wachsen, sinkt die Stimme um rund eine Oktave. Bei Frauen sind es nur wenige Millimeter - und das bringt nur eine Terz.
- Eine normale Stimme hat eine Bandbreite von 1,5 Oktaven.
- 20 Dezibel hat der leiseste Ton, den eine menschliche Stimme erzeugen kann.
- 120 Dezibel, so laut wie ein Presslufthammer, kann der Mensch im Normalfall höchstens werden.
- Im Alltag sprechen wir mit ca. 50 Dezibel (Das ist so laut wie Regen oder Kühlschrankgeräusche.)
Quelle
Kommentare